Lebendrind

 

Symbol: LE

Umfang: 40.000 Pfund (lbs.)

Kontraktmonate: G, J, M, Q, V, Z (Feb., April, Juni, Aug., Okt., Dez.)

Handelszeit Dt: 16:05 - 20:00 (Ausnahme Zeitumstellung)

Handelsplatz: CME

Tickgröße: 0,025 US- Cent

Tickwert: 10,00 $

 

Lebendrinder sind schlachtreife Tiere mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von ca. 550 kg. Amerika ist der größte Produzent und Verbraucher. Sie müssen daher sogar Rind importieren. Trotzdem geht der Konsum in den letzten Jahren in den USA zurück. Krankheiten, wie BSE, Schweinegrippe oder auch die Vogelgrippe haben Auswirkungen auf den Preis. Wenn andere Tiere betroffen sind, steigt der Preis für Rindfleisch, da das andere Produkt, welches betroffen ist, durch Rindfleisch substituiert wird. Sind Rinder selber betroffen, können wir nicht pauschal sagen, was passiert. In der Regel steigen die Preise, wenn z.B. BSE Fälle in anderen Ländern, als den USA auftreten, da das Angebot verknappt wird. Die Amerikaner essen trotzdem weiter Rindfleisch. Gibt es dagegen einen Fall in den USA selber, fällt der Preis, da die Nachfrage auf einmal massiv einbricht.

 

Die Getreidepreise spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Steigen diese stark an, kommt es zu einem sehr interessanten Phänomen. Schauen Sie sich die Charts an und Sie werden feststellen, wie sicher meine Analyse über diese Korrelation ist. Viele Züchter können die erhöhten Futterpreise nicht mehr bezahlen. Daher wird ein Teil der Tiere notgeschlachtet. Das Angebot steigt schlagartig an und die Preise fallen. Viele der Tiere haben aber nicht ihr Schlachtgewicht erreicht, sodass insgesamt weniger Fleisch zur Verfügung steht. Ein paar Monate später gibt es nun sehr viel weniger schlachtreife Tiere. Das Angebot wird stark verknappt und der Preis steigt. Dies ist immer wieder zu beobachten. Allerdings müssen die Futterpreise schon deutlich steigen. 10% machen da keinen Unterschied.

 

Jährliche Produktion, der wichtigsten Produzenten in Millionen Tonnen(Stand 2012)

 

1. USA ca. 12

2. Brasilien ca. 10

3. China ca. 6

4. Argentinien ca. 3

 

Jahresproduktion ca. 65 Millionen Tonnen

 

Die Preise fallen oft vor der Grillsaison in den USA, um danach konstant anzusteigen.

 

Größte Konsumenten:

 

USA

Europa

Russland

Japan

Next: Canola

 

Corn

Oats

Rough Rice